Hintergrund - Viel zu lachen

Anekdoten beim RNZ-Forum

28.11.2019 UPDATE: 28.11.2019 19:37 Uhr 1 Minute, 56 Sekunden

Sylvia v. Kretschmann: "Wir kennen uns schon seit Kindergartenzeiten. Als ich dann nach München ging, um Volkswirtschaft zu studieren, hatte ich Ernst-Friedrich nicht mehr im Kopf. Eines Tages rief mich meine Nenntante an und fragte, ob ich ihr nicht behilflich sein könnte, für ihren Ernst-Friedrich eine Wohnung zu suchen. Na ja, ich traf ihn dann und es war um mich geschehen."

Ernst-Friedrich v. Kretschmann: "Meine Frau war damals verlobt. Aber ihr Verlobter war nicht eifersüchtig auf mich: Ich sei ja nur der Vetter und ‚harmlos‘."

Sylvia v. Kretschmann: "Vor der Hochzeit machte ich im Haus meiner Eltern Großputz. Alles wurde gewienert und auf Hochglanz gebracht und ich verkündete voller Überzeugung: Das mache ich als Hoteliersfrau ganz bestimmt nie wieder. Und jetzt bin ich auch für die Sauberkeit im Hotel zuständig, bin jeden Tag ab spätestens 6 Uhr da und scheue mich auch nicht, zur Klobürste zu greifen".

Caroline v. Kretschmann: "Die Entscheidung von Berlin in meine Heimatstadt Heidelberg zurückzukehren, ist mir leicht gefallen. Aber das Hotel zu übernehmen nicht. Deshalb habe ich erst einmal Nein gesagt. Ich hatte Angst davor, als vierte Generation das Unternehmen an die Wand zu fahren".

Sylvia v. Kretschmann: "Es ist ein Geschenk mit der eigenen Tochter arbeiten zu dürfen".

Caroline v. Kretschmann: "Natürlich streiten wir uns auch, das bleibt nicht aus, wenn man so eng zusammenarbeitet. Aber es ist so viel Liebe in der Familie, dass wir uns auch streiten können". Einwurf der Mutter: "Das ist aber selten".

Ernst-Friedrich v. Kretschmann: "Ich war nie der typische Hotelier, den der Gast sich wünscht. Ich habe immer gerne gebaut, finanziert, geplant." Ergänzung seiner Frau: "Und er hat immer einen Schraubenzieher in der Brusttasche, weil er kleine Reparaturen gleich selbst erledigt". Zum RNZ-Forum hatte er den Schraubenzieher zu Hause gelassen.

Sylvia v. Kretschmann: "Wir machen für unsere Gäste alles, was möglich ist. Und wenn sie grüne Vorhänge und lila Bettwäsche wollen, dann kriegen sie die auch".

Caroline v. Kretschmann: "Sehr ungewöhnlich war, dass ein Gast mit seinem Fisch buchte und wir dann ein komfortables Aquarium besorgen mussten. Schließlich hatte er ein sehr schönes Zimmer und da wollte er auch seinem Lieblingstier das Reise-Aquarium nicht zumuten. Was wir allerdings nicht so gerne sehen ist, wenn die Gäste mit klitzekleinen Tierchen anreisen." (Anmerkung: sie meinte wohl Flöhe und dergleichen).

Sylvia v. Kretschmann: "Wir legen viel Wert darauf, dass unsere Gäste unsere Mitarbeiter respektvoll behandeln, schließlich sind wir hier wie eine große Familie. Ein Dax-Vorstand glaubte, sich nicht daran halten zu müssen. Brachte schon die Kollegin am Empfang zum Heulen, später auch noch das Zimmermädchen, usw. Ich sagte zu ihm: Sie passen nicht in unser Haus, ich buche Ihnen gerne ein anderes Hotel. Da war natürlich das Entsetzen groß und er drohte, nie wieder zu kommen. Eine Woche später stand er wieder vor der Tür und entschuldigte sich für sein Verhalten".

Caroline v. Kretschmann: "Wir suchen unsere Kollegen nach Herzensbildung aus".

Ernst-Friedrich v. Kretschmann: "Wissen Sie, wie man Millionär wird? Man ist Milliardär und kauft sich ein Fünf-Sterne-Hotel".