Wasserwerfer im Einsatz zur Räumung von Blockade in Gießen
Während in Gießen eine Großkundgebung gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation startet, muss die Polizei mit Wasserwerfern gegen eine Blockade vorgehen.

Gießen (dpa) - Die Polizei räumt derzeit eine Blockade von 2.000 Personen bei Protesten gegen die Gründung der neuen AfD-Jugend auf der Bundesstraße 49 bei Gießen und setzt dabei Wasserwerfer ein. Das sei nötig geworden, da die Gruppe auf die mündliche Aufforderung, die Straße frei zu machen, nicht reagiert habe, teilte die Polizei mit.
Zudem komme es aus den Reihen einer Versammlung auf der Konrad-Adenauer-Brücke in Gießen zu Flaschenwürfen auf die Einsatzkräfte.
Im benachbarten Lahnau-Atzbach hätten Personen aus einer Straßenblockade heraus auf der L3020 Fahrzeuge angehalten und diese beschädigt, berichtete die Polizei.
Unterdessen läuft in der Nähe der Gießener Innenstadt die voraussichtlich größte Kundgebung des heutigen Tages. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hatte die Aktion angemeldet, zu der nach Angaben der Polizei rund 30.000 Teilnehmer erwartet werden. Viele seien auch am Morgen schon früh auf den Beinen, mit Schildern wie "Wir sind mehr", "Wir sind euer böses Gewissen" oder "Gießen für eine bunte Zukunft".
Zuvor hatte die Polizei im Zusammenhang mit den Protesten schon verschiedene Blockaden sowie beschädigte Autos und Laternen bei Lützellinden gemeldet. Zudem hätten die Beamten Pfefferspray gegen Steinewerfer einsetzen müssen.
Die AfD will in Gießen eine Nachfolgeorganisation für die Junge Alternative (JA) mit dem Namen "Generation Deutschland" (GD) gründen.
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