Aufbruch zu neuen Ufern: (v.l.) Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, der Literaturwissenschaftler Hans Ulrich Gumbrecht, Rektor Bernhard Eitel und der Assyriologe Markus Hilgert bei der Eröffnung des Sonderforschungsbereichs ´Materiale Textkulturen´. Foto: Stefan Kresin

"Ein geisteswissenschaftliches Experimentallabor"

Von Heribert Vogt

Als "ein geisteswissenschaftliches Experimentallabor" bezeichnete der Heidelberger Assyriologe Prof. Markus Hilgert den neuen Sonderforschungsbereich "Materiale Textkulturen" (SFB 933) an der Ruperto Carola, der in Anwesenheit der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und des renommierten Literaturwissenschaftlers Hans Ulrich Gumbrecht (Stanford University) in der Alten Aula feierlich eröffnet wurde. ...»

Ende der Literaturtheorie?

Von Jan Knobloch

Das absolute Ende ist schon häufig ausgerufen worden. So lancierte beispielsweise der Politikwissenschaftler Francis Fukuyama 1992 die These vom "Ende der Geschichte". Zu denken wäre ebenso an das von Daniel Bell bereits 1960 prognostizierte "Ende der Ideologien". Derartige "End-Thesen" mussten sich allerdings schon immer den Vorwurf gefallen lassen, eine Diagnose der Gegenwart einfach auf die gesamte Zukunft auszudehnen, mitunter, dem Determinismus zu verfallen. Die These vom Ende der Ideologien wird noch immer kontrovers diskutiert - dass die großen politischen Erzählungen im 21. Jahrhundert weiter an Strahlkraft eingebüßt haben, ist kaum noch zu bestreiten. ...»

Über den Dächern der Altstadt: Rektor Bernhard Eitel am Fenster seines Dienstzimmers. Im RNZ-Gespräch skizziert er jedoch nicht nur Perspektiven für die Wissenschaftsstadt Heidelberg, sondern auch für den weltweiten Wettbewerb. Foto: Stefan Kresin

Die Volluniversität kann regionale Kompetenzen bündeln

Von Heribert Vogt

Kaum ist das 625-Jahr-Jubiläum der Uni-versität Heidelberg vorüber, warten schon wieder nationaler und internationaler Wettbewerb der Hochschulen. ...»

Die Eröffnung des ´Heidelberg Center South Asia´ fand 2009 im Goethe-Institut Max Mueller Bhavan in New Delhi statt. Foto: Universität

Eine der dynamischsten Regionen der Welt im Blick

Von Heribert Vogt

Mit Indien steht eines der faszinierendsten Länder der Erde im Fokus des Heidelberger Südasien-Instituts (SAI), das in diesem Jahr 50 Jahre alt wird. Das dynamische Indien mit seinen 1,2 Milliarden Menschen könnte in Zukunft noch die Bevölkerung Chinas übertreffen und zum größten Volk der Welt werden. Schon heute beherbergt der Indische Subkontinent die größte Demokratie auf dem Globus. Andererseits ist Indien zahlreichen Spannungen ausgesetzt, vor allem mit den Nachbarn Pakistan und China. Im Inneren kommt es durch das rasante Wirtschaftswachstum zu großen sozialen Unterschieden, und nach den Terroranschlägen von Mumbai 2008 haben sich die Beziehungen zwischen Hindus und Muslimen verschlechtert. ...»