Ziegelhausen besitzt ein "Schweizer Messer in Gebäudeform"

Da kommt nicht nur bei der Jugend des 'AC Germania' Freude auf. Endlich gibt es in Ziegelhausen eine Stätte, in der sich alle Vereine wohlfühlen können. 3,5 Millionen wurden in die Steinbachhalle investiert. Foto: Welker
Da kommt nicht nur bei der Jugend des 'AC Germania' Freude auf. Endlich gibt es in Ziegelhausen eine Stätte, in der sich alle Vereine wohlfühlen können. 3,5 Millionen wurden in die Steinbachhalle investiert. Foto: Welker

Von Thomas Seiler

Die Steinbachhalle, vor knapp vier Jahrzehnten als mehrgliedriger Gebäudekomplex für Sport, Schule und Kultur errichtet, erstrahlt nach umfassender Generalsanierung, verbunden mit Umstrukturierungen und einer Teilaufstockung, in neuem Glanz. Wen wundert's, dass Oberbürgermeister Eckart Würzner von einer "attraktiven, lebenswerten und funktionstüchtigen Stätte" sprach und Baubürgermeister Bernd Stadel sogar von einer "Allzweckwaffe", ähnlich der, eines "Schweizer Messers in Gebäudeform". Stadtteilvereinsvorsitzender Raimund Beisel stilisierte die Einweihung zu einem neuen "Höhepunkt in der Ziegelhäuser Geschichte" und der Vorsitzende des AC "Germania" Ziegelhausen erkannte gerade in dem aufgestockten "Manfred-Wunderli-Trainingsraum" eine noch nie da gewesene Dimension für die Athleten.

In der Tat: Die verbauten 3,5 Millionen Euro garantieren, wie der OB betonte, "ein fantastisches Miteinander der Ziegelhäuser Vereine". Dies zeigte sich beispielsweise in dem von Alexander Föhr moderierten Rahmenprogramm, bei dem die Schüler und Jugendlichen des AC genauso brillierten, wie die Turnküken der TSG und das Orchester der ZKG. "Das sind Investitionen, die sich lohnen", freute sich deshalb Würzner, als er auf die gelungene Anpassung an sportliche und kulturelle Anforderungen einging.

Und dies beginnt aus der Sicht des Baubürgermeisters damit, dass sich das Gebäude jetzt "technisch und energetisch auf dem neuesten Stand" befindet. Dies bedeutet die Erneuerung der Dachabdichtung und Vollwärmedämmung, eine Dreischeibenverglasung, neue Flächenheizkörper, Akustikdecken und nicht zuletzt eine innovierte violett schimmernde Bühne nebst Akustikanlage. Der zusätzliche Clou: ein ausgeklügeltes Heizsystem mit Wärmerückgewinnung, was allerdings schon für zwei Fehlalarme sorgte, die laut Würzner jedoch nicht mehr vorkommen werden.

Über dem vorhandenen sanierten Sanitärbereich befindet sich der 270 Quadratmeter große Trainings- und Aufenthaltsbereich der Ringer, inclusive einer fest verlegten neun mal zwanzig Meter großen Ringermatte, was letztlich mit dafür sorgte, dass der Bausumme aus Mitteln der Sportstättenförderung des Landes 185 000 Euro zuflossen. Für den Chef der Ringer entwickelt sich damit eine neue Identifikationsmöglichkeit, was auch nach außen sichtbar wurde. Denn einige ehemalige Welt- und Europameister zeigten sich unter den vielen Ehrengästen, die sich natürlich auch mit divergierenden Kommentaren über den frischen giftgrünen Bodenanstrich bewegten. Für Ringerikone Georg Schwabenland beispielsweise "sehr mutig und kontrastiv", für andere mehr als hinterfragenswert.

Dennoch: "Die Steinbachhalle ist ein Haus der Begegnung, der Geselligkeit und Freundschaft und sichert den Fortbestand nicht nur der Vereine", drückte der Stadtteilvereinsvorsitzende nochmals seine Wertschätzung gegenüber der Stadt aus. Und jene "gute Stube" erhält bis 2013 noch ein ausreichendes Parkplatzangebot, versicherte Stadel.

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Der Artikel erschien am 15.01.2012, um 10:48
Letzte Änderung am 15.01.2012, um 10:48


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